Sumi-e bedeutet „Malen mit schwarzer Tusche“ und hat seinen Ursprung in der japanischen Zen-buddhistischen Tradition. Es ist eine japanische Wegekunst, vergleichbar mit dem Bogenschießen oder Aikido. Bei Sumi-e werden spezielle gestische Strichführungen erlernt, die aus einer meditativen Ruhe heraus zu Papier gebracht werden. Jeder Strich wird so zu einem Zeugnis dieser Konzentration und des flüchtigen Augenblicks seiner Entstehung. Ein häufiges Motiv in der japanischen Malerei sind Pflanzen und Blumen, die durch intensive und leuchtkräftige Aquarellfarben ergänzt werden können. Sie malen die sommerliche Fülle der Natur: Pflanzen, Gräser und Blumen. Die Dozentin führt dabei in die zen-philosophischen Hintergründe dieser Malerei ein.